Wie du deinen überaktiven Verstand regulierst und Selbstsabotage unterbrichst (Teil 2)

Von Grübelschleifen zu mentaler Selbstführung

Im ersten Teil wurde beschrieben, warum intelligente Frauen sich oft selbst blockieren: nicht aus mangelnder Disziplin, sondern durch einen überaktiven, sehr leistungsfähigen Verstand, der unter Stress in Überforderung kippt.

👉 Wenn du Teil 1 noch nicht gelesen hast, findest du ihn hier: „Warum intelligente Frauen sich selbst sabotieren“

Hier in Teil 2 stelle ich dir drei Methoden für einen Musterwechsel vor, die du nach dem Schreiben (oder natürlich auch ohne vorheriges Schreiben) ausprobieren kannst, um aus mentaler Übersteuerung herauszukommen, wieder Klarheit zu finden und ins Handeln zu kommen:

Drei Wege aus der Gedankenspirale

1. „The Work“ von Byron Katie

Mit den 4 Fragen von „The Work“ führst du dich selbst (oder mit Unterstützung einer Freundin) durch einen Prozess, der deine negativen Gedanken und Annahmen über dich selbst oder eine Situation als Konstrukt entlarvt und dir neue Sichtweisen ermöglicht:

  1. Ist das wahr?
  2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
  3. Wie fühlst du dich, wenn du den Gedanken glaubst?
  4. Wer wärst du ohne den Gedanken?


Zusatzfrage: Was ist, wenn du den Gedanken umkehrst?

Eine kostenlose Anleitung für den gesamten Prozess findest du hier.

2. Vom Kopf in den Körper kommen

Dich zu bewegen ist ein perfektes Mittel – am besten schnelle Bewegungen wie Springen, Tanzen oder ausgiebiges Schütteln. (Ein kleines Trampolin ist dafür übrigens eine super Anschaffung!) So gelangt dein Nervensystem aus dem alarmierten Grübelmodus heraus in körperliche Regulation. Damit stellst du die körperliche Bedingung für klares Denken wieder her. Dynamische Bewegungen wie Tanzen, Springen oder Schütteln bauen überschüssige Stressenergie ab, unterbrechen Gedankenspiralen und holen deine Aufmerksamkeit aus dem Kopf zurück in den Körper.

3. Schreiben mit „Erhabenen Fragen“ (Lofty Questions)

Eine kreative Journaling-Variante sogenannte „Erhabene Fragen“ nach Christie Marie Sheldon. Dies sind positiv formulierte Fragen, die das Gehirn dazu anregen sollen, nach Möglichkeiten und Lösungen zu suchen, anstatt sich auf Probleme zu konzentrieren.

Das Paradoxe daran? Du stellst deine Grübelschleifen einfach auf den Kopf: Statt dich zum Beispiel zu fragen, warum du es nicht hinbekommst, beantwortest du schriftlich (möglichst regelmäßig) diese Frage: „Wie gelingt es mir bloß immer, mit Leichtigkeit meine Ziele zu erreichen?“ Dein Gehirn beginnt dann, nach Hinweisen zu suchen, die diese Perspektive stützen können.

Mehr dazu hier: https://blog.mindvalley.com/the-lofty-question-method/

Wenn du dich darin wiedererkennst

Wenn du merkst, dass dein Denken dich eher blockiert als unterstützt, kann es hilfreich sein, genau an dieser Schnittstelle zu arbeiten – nicht an mehr Disziplin, sondern an mentaler Selbstführung.

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Ich schreibe für dich über Selbstführung, Berufung, mentale Muster, Hochsensibilität, innere Stärke und die Frage, wie du dein Leben & deinen Job so gestaltest, dass sie wirklich zu dir passen.